22/11/2025 0 Kommentare
Mit Christus gestorben -
Mit Christus gestorben -
# Pastor's Schreibtisch

Mit Christus gestorben -

– Leben im Sieg über das Fleisch
In Römer 6,6–8 beschreibt Paulus eine tiefgreifende geistliche Realität: „Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen.“
Der „alte Mensch“ steht hier für unsere frühere, sündengeprägte Existenz – die alte, von der Sünde dominierte Persönlichkeit. Es geht nicht darum, dass die sündige Natur selbst völlig beseitigt wurde, sondern dass ihre Herrschaft gebrochen ist. Wir sind nicht länger Sklaven der Sünde, weil durch den Tod mit Christus eine neue Freiheit entstanden ist (vgl. V.7).
Der alte Mensch muss also sterben – und das bedeutet konkret: das Fleisch mit seinen Begierden zu kreuzigen. Wenn das Fleisch stirbt, verliert es seine Reaktion. Ein Toter reagiert nicht. So sollen auch wir auf die Reize der Welt und Versuchungen des Feindes nicht mehr reagieren. Wenn wir aber nicht konsequent dem Fleisch sterben, bleibt es hochsensibel. Schon der kleinste Reiz kann dann eine Kettenreaktion auslösen. Genau das nutzt der Teufel: unsere ungestorbenen, fleischlichen Bereiche.
Tod bedeutet Stille, Regungslosigkeit, Desensibilisierung gegenüber dem Reiz. Der geistliche Tod des alten Menschen ist kein Verlust, sondern der Weg in den wahren Sieg. Denn wenn wir mit Christus gestorben sind, dann glauben wir auch, dass wir mit ihm leben werden (V.8) – und dieses neue Leben ist geprägt von der Kraft des Heiligen Geistes, nicht von der Macht des Fleisches.
Das Kreuz ist also nicht nur der Ort unserer Vergebung, sondern auch der Ort unseres täglichen Sieges. Je mehr das Fleisch stirbt, desto weniger Raum hat der Feind. Der Tod des alten Menschen ist der Beginn des neuen Lebens in Christus – eines Lebens im Geist, in Freiheit und in wahrer Stärke.
Galater 5,24 (LU84): „Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“
Kolosser 3,5 (LU84): „So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.“
Kommentare